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Blutegeltherapie

Die historische Entwicklung der Blutegeltherapie
Seitdem Menschen einander heilen, spielen Blutegel (Hirudo medicinalis) eine bedeutende Rolle. Bereits die Babylonier erwähnten 1500 vor Christi in ihren Keilschriften die Heilwirkung der Blutegel. In der indischen und chinesischen Medizin (600-100 vor Christi) wurden erfolgreich Blutegelbehandlungen dokumentiert. Auch die gelehrten Griechen und Römer wussten mit ihnen Krankheiten zu behandeln.

Foto zur optischen Verschoenerung

So wird dem berühmten Arzt Galen (129-199 nach Christi) eine entsprechende medizinische Abhandlung zugeordnet und einige seiner Schüler behandelten Arthrosen, Gicht, Krampfadern, Kopfschmerzen, Fieber und Psychosen. Im Mittelalter war die Blutegeltherapie weit verbreitet. Auch Hildegard von Bingen (1098-1179) empfahl diese ebenfalls. Durch die immer populärer werdende Blutegeltherapie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts die Egelpopulationen so sehr dezimiert dass diese Gattung vom Aussterben bedroht war.

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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die wissenschaftliche Schulmedizin in Richtung moderner Schulmedizin, Krankheitserreger wurden entdeckt, Medikamente entwickelt und die Blutegeltherapie geriet in Vergessenheit.

Der Egel in der heutigen Medizin
Durch neue Operationstechniken in der Mikrochirurgie wurde der Blutegel in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wieder entdeckt. Der Harvard Professor Joe Upton nähte einem kleinen Jungen ein Ohr wieder an, welches ihm sein Hund abgebissen hatte.

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Da es nicht anwachsen wollte, riskierte Upton ein Experiment: er setzte einen Blutegel an, der den Blutfluss wieder in Gang setzte und somit der Wunde zum Heilen verhalf. Dieser Fall verschaffte der Egeltherapie wieder einen festen Platz in der Unfall- und plastischen Chirurgie. Auch bei Rheuma, Arthrose, Furunkel, Gelenkschmerzen, Tinitus und vielen weiteren Krankheitsbildern werden die Egel "gerne zu Rate" gezogen und das mit grossem Erfolg.

Bei einem "Biss" schüttet der Blutegel mit seinem Speichel (die Salvia) unterschiedliche Substanzen aus, von denen heute 8 in Wirkung und Struktur erforscht sind:
HIRUDIN:(abgeleiteter Name von Hirodo medicinalis=medizinischer Blutegel: Blutgerinnungshemmer
CALIN: bewirkt die langfristige Nachblutung der Wunde, welches eine reinigende Funktion einnimmt und mit einem Aderlass zu vergleichen ist.

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EGLIN:Entzündungshemmer
BDELLINE: Enzymhemmend
DESTIABILASE: Auflösung von Blutgerinnseln
HYALURONIDASE: Antibiotische Wirkung, lokale Gefässerweiterung
APYRASE und KOLLAGENASE:Hemmung der Thrombozyten-Aggregation

Bei unseren Haustieren gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Es können die gleichen Beschwerden wie beim Menschen behandelt werden, aber auch tierartspezifische Krankheiten werden erfolgreich geheilt.

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Meine Ausildung zur Blutegeltherapeutin habe ich beim DIFT (Deutsches Institut für Tierpsychologie und Tiernaturheilkunde) gemacht.


www.blutegel.de

Der Mensch sollte alle
seine Werke zunächst
einmal in seinem Herzen erwägen,
bevor er sie ausführt.
(Hildegard von Bingen)